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Die Hausgruppe

Palazzo Pulow

... im November 2014

Den 1. Sommer als fast komplette Hausgruppe haben wir hinter uns, da gibt es einiges zu resümieren.

Schon im September 2013 - nach Unterzeichnung des Kaufvertrages - zogen die ersten 3 Mietparteien in die bezugsfertigen Wohnungen, und da wir uns als Bewohner in Pulow bereits gut kannten und mit dem Projekt "Palazzo Pulow" vertraut waren, war dies schon ein freudiges Zusammenkommen - wenn auch nicht ganz ohne Reibungen.

Da gab es beispielsweise zwei Hunde, die den riesigen Garten für sich bereits erobert hatten, einer Nachbarin mit ihrer kleinen Tochter jedoch nicht zu nah kommen sollten. Und ihren Kaninchen auch nicht. So wurde ein Bereich für sie umzäunt - mit Hilfe und Material aus der Nachbarschaft - , der uns eine Weile beschäftigte, denn es gab immer noch Möglichkeiten darunter hindurch oder darüber zu schlüpfen!

Wir richteten uns miteinander ein, waren aber allesamt, mit Kern- und Hausgruppe noch sehr damit beschäftigt, neue Bewohner für den Nordflügel zu finden und den Ausbau desselben zu planen - im Frühjahr bis zum Sommer diesen Jahres hatten wir tatsächlich wöchentlich Sitzungen, in denen all diese Dinge besprochen wurden!
In manchen Wohnungen funktionierte die Heizung nicht; wann sollte Gas bestellt, die Abwassergrube leergepumpt werden, welche Gesellschaft sollte uns Strom liefern, was mußte alles umgemeldet werden - wir waren vor viele Fragen gestellt, die uns herausforderten, dies alles zu organisieren und zu verwalten.
Schließlich landeten solche Dinge bei einer Verwaltungsperson unserer Gemeinschaft, die damit jedoch nicht sehr glücklich war - was nun?
Momentan diskutieren wir noch darüber, ob Selbstverwaltung auch bedeutet, daß wir alles selber machen müssen, oder ob wir auch bereit sind, Geld dafür auszugeben, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Einige von uns konnten es kaum abwarten, mit Aktionen auf dem Gelände zu beginnen, doch vor dem Abschluß der Bauarbeiten im Nordflügel und seiner Besiedelung im Mai/Juni d.J. machte das kaum Sinn, denn abgesehen vom Abtragen der Schutthaufen vor der Baustelle war es uns auch wichtig, als Hausgruppe gemeinsam zu planen, was wir wann zusammen angehen.



Da sind Scheunen, vollgestopft mit allem möglichen, zugewuchert von Gehölz und z.T. einsturzgefährdet...

Im Juli war es endlich soweit, die ersten Hausgruppentreffen und -aktionen zu starten, und es tat gut, auf dem Gelände Ergebnisse zu sehen.
Außerdem fanden wir soviele Dinge, die wir nicht einfach wegwerfen wollten und organisierten deshalb mehrere Flohmarktaktionen, die nicht nur etwas Geld in die Palazzo-Kasse spülten, sondern auch Spaß machten und unserer Gemeinschaft gut taten.

Solche Ereignisse pflegen wir übrigens gerne: von der Grünen Suppe zu Beginn des Frühjahrs, die wir an unserer Feuerstelle kochen bis hin zum St. Martinsumzug, dem Laterne-Gehen in diesem Monat finden sich immer wieder Gelegenheiten, draußen am Feuer zusammen zu kommen, gemeisam zu essen, zu feiern,

zu singen oder besinnlich beieinander zu sitzen. Dabei sind - bis zu ihrer Schlafenszeit - meistens ebenso viele Kinder wie Erwachsene.

Im 1. gemeinsamen Sommer hier am Palazzo - dem Palast des Lebens, wie wir gerne sagen - waren wir geradezu überfordert mit der Fülle der Obstbäume auf unserem Gelände. Die Kirschen waren schnell weg, klar; nicht klar ist, wer sich mehr freute: die Kinder die endlich auf diesen Baum durften oder die Stare, die dieses Jahr noch freie Bahn hatten.

Dann kamen Pfirsiche von einem Baum in solcher Fülle, daß wir Nachbarn beschenkten und einluden... und dann die Äpfel! Und Birnen. Sammeln, Einmachen, Apfelkuchen - jetzt auch vegan - zum Mosten kamen wir dieses Jahr nicht, denn wir alle haben ja auch noch so viel anderes zu tun!
Pflaumen, Holunderbeeren und Hagebutten gab es, Küchenkräuter und wilde Kost - wir brauchen etwas Zeit, uns auf diese Fülle einzustellen.


Besonders schön ist das Miteinander der Kinder auf unserem Gelände. Da gibt es jüngere Mädchen, die miteinander spielen, größere Jungs, die mit ihnen Armbänder flechten oder Trampolin springen, Nachbarkinder, die dazu kommen - und es ist oft zu beobachten, daß die Palazzokinder sich wie Geschwister zueinander verhalten
Am 5. Oktober kam unser erstes Palazzo-Baby zur Welt!

In diesem Monat stehen nun Veränderungen an. Zwei der Erst-Besiedlerinnen werden uns verlassen.
Auf der einen Seite wird die Wohnung in den Südfügel integriert, dessen Ausbau jetzt ansteht, die andere Wohnung wird wohl vorerst von einer Frau aus der sogenannten Kerngruppe bewohnt werden, eine der Gemeinschaft vertraute Person mit ihrem kleinen Sohn wird zwar den Kontakt mit der geliebten Nachbarin nicht ersetzen, aber mildernd auffangen, daß Veränderung stattfindet. Auch hier im Palazzo.
Die Bewohner des Südflügels kristalliesieren sich heraus, die Pläne des Ausbaus sind so gut wie fertig - nun brauchen wir nur noch etwas Geld, um den Ausbau abschließen zu können...

  Helfen Sie mit! - Unterstützen Sie den "Palazzo" in Pulow!  -> hier  

 
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